Lieber leichter oder erfolgreicher?

Nimmst du lieber den leichtern Weg, wo dich sicher und stark fühlst und dich nicht anstrengen musst oder einen wo du weißt er wird steinig, mühsam, neu, anders als du kennst, es macht dir ein wenig Angst und du bist dir nicht sicher ob due es schaffst. Diese Zustand heißt, du musst raus aus der Komfortzone?

 

Laufen – Sport und der Bezug zum Leben

Ich konnte heute für mich entscheiden, möchte ich mit einer Freundin laufen, gehen, die noch am Beginn ist und gemütlich mit mir so 6 km läuft. Oder möchte ich heute mit einem Bekannten laufen gehen, der eigentlich um einiges schneller läuft als ich und der vor hat mit mir 12 – 15 km zu laufen. Ich wusste, dass eine wird gemütlich, danach würde ich mich gut fühlen, merken dass ich wirklich Kondition habe, weil ich ja kaum müde bin.

Die andere Wahl bedeutet, teilweise kaum Luft zu bekommena, Schmerzen, das Gefühl an gewissen Punkten einfach nicht mehr zu können, um dann doch zu erkennen, dass irgendwann die Beinchen einfach von selber laufen. Ich glaube du weißt wofür ich mich entschieden habe. Für die Herausforderung, für die Chance wieder an meine Grenzen zu gehen. Für die Möglichkeit mich richtig auszupowern und danach so richtig seinen Körper zu spüren.

 

Erfolg hat seinen Preis

Wo glaubst du ist das Gefühl der Zufriedenheit größer? Wenn man sein Ziel leicht erreicht oder wenn man während dessen spürt, etwas dafür getan zu haben. Wenn man merkt es war anstrengend? Wo glaubst du kommt man schneller weiter? Wenn man kurze Zeit die A-Backen zusammenkneift und durchzieht oder lange langsam dahinläuft? Was glaubst du haben so richtig erfolgreiche Sportler oder erfolgreiche Menschen in ihrem Leben gemacht?

Ich finde man beim Sport so viele Parallelen zum Leben ziehen. Umsonst sind nicht so viele Spitzensportler Motivationstrainer. Sie wissen was es bedeutet, was erforderlich ist, wenn man erfolgreich sein möchte. Wenn man seinen Körper trainiert und dann sieht wozu er fähig ist.

 

Woran glaubst du?

Das gleich gilt für unser Leben, ich bin der Ansicht man kann alles schaffen, dass man wirklich möchte. All das, dass man sich vorstellen kann, an das man glauben kann. Ich weiß z.B., das jeder der es möchte studieren kann. Es braucht nur ein wenig Mut, Ausdauer und 5 Jahre Zeit, die du deinem Studium widmest. Bei mir hat es ein wenig länger gedauert, da ich meine Matura erst im 2. Bildungsweg gemacht habe, berufsbegleitend. Alles geht, wenn man will 😉.

Ich weiß, dass jeder der halbwegs gesund ist einen Halbmarathon laufen kann. Es braucht ca. 3-4 Monate Vorbereitungszeit, ca. 3x pro Woche Lauftraining und dann ist das mehr oder minder ein Spaziergang (natürlich, wenn man sich keine großartige Zeit vornimmt). Vor ca. 5 Jahren hat mich Andreas Schnabel (Österreichischer Frauenlauf) gefragt, ob ich nicht mit laufen möchte beim Frauenlauf. „Es wären nur 5km und ein Spaziergang“, hat er gemeint. Das schaffe ich locker, ich habe ja früher Fußball gespielt und damals auch trainiert. Ich habe ihn damals ausgelacht und gesagt, „nein sorry das schaffe ich nicht, ich kann nur 3 km laufen“. Das war kurz nach der Geburt meiner Tochter, ich hatte etliche kg zugenommen und mein Körper fühlte sich noch nicht an wie meiner.

Warum habe ich so reagiert, weil ich es mir nicht vorstellen konnte. Ich konnte es mir nicht vorstellen am Stück einen 3km durchzulaufen. Was habe ich gemacht, ich habe es dann einfach probierte und bin im nächsten Jahr darauf beim Frauenlauf mitgelaufen. Es war einfach genial. Sehr lange war es mein Ziel die 5 km durchzulaufen. Dann war es mein Ziel 5km unter 30 min zu laufen. Dann einen Halbmarathon und beides habe ich heuer geschafft.

Nicht weil ich zu Hause gesessen bin und es mir nur vorgestellt habe, nein ich habe trainiert. Ich habe es mir natürlich auch vorgestellt, wie es sein wird, durchs Ziel zu laufen, das Gefühl, dass man dann hat ist einfach überwältigend. Was habe ich noch gemacht? Ich habe mir Zeit dafür frei geschaufelt. Ich habe mir Gleichgesinnte gesucht, die auch dasselbe Ziel verfolgen, die auch an mich glauben. Wir haben uns gegenseitig motiviert und somit ging alles viel leichter.

 

Also die Moral von der Geschichte:

Alles was du dir Vorstellen kannst geht. Arbeite dafür hart, glaub daran, tu jeden Tag ein wenig für dein Ziel. Gehe kleine Schritte aber geh sie und dann freu dich über das erreichte Ziel. Dann steck dir ein Neues und entwickle dich weiter. Wachse über dich hinaus und Lebe dieses Leben in vollen Zügen. Suche dir Gleichgesinnte, Menschen mit denselben Zielen. Menschen die an dich glauben. Hör nicht hin, wenn dir andere sagen, geh bitte wozu machst das, das bringt ja eh nix mehr in deinem Alter oder ähnliches. Trainiere deinen Körper und deinen Geist.

Für mich bedeutet es zu leben, wenn ich lerne und mich ständig weiter entwickeln darf.

 

Laufen am Abend