Meine Verantwortung als Mutter

Gestern war ich sprachlos. Wer mich kennt, der weiß, dass das relativ selten der Fall ist. Ich unterhielt mich mit einer Mutter. Sie war felsenfest davon überzeugt, dass all das, was verkauft werden darf, gut für den Konsumenten wäre. Sie meinte: „Sonst dürften diese Produkte ja nicht dort im Handel stehen“. Ist es denn nicht meine Verantwortung als Mutter, an dieser Stelle genauer hinzusehen?

Danke für diese Begegnung, denn ohne dich wären diese Zeilen nicht entstanden!

Ich beschäftige mich seit über 7 Jahren damit, was alles in Produkten enthalten ist und trotzdem im Handel und in den Apotheken steht. Früher war ich auch der Meinung, dass alles, was mir in der Werbung vermittelt wird, der Wahrheit entspricht. Leider wurde ich beim Genaueren hinsehen, eines Besseren belehrt. Ich verließ diesen einfachen, bequemen Weg die Verantwortungen abzugeben.  Während meiner 1. Schwangerschaft entschied ich mich, zu einer mündigen Konsumentin zu werden. Was tat ich? Ich begann die Verantwortung für mich und meine Kinder zu übernehmen, indem ich begann die Produkte umzudrehen und nachzusehen, bevor ich mein Geld dafür ausgab.

Wen unterstütze ich mit meinem Geld?

Wir als Konsumenten entscheiden mit unserem Kauf darüber, welche Produkte im Handel bleiben und welche ausgewechselt werden. Wer sich ein wenig im Marketing eingelesen hat weiß: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. 

Ich habe schon viele Stimmen gehört, die da meinten: „Ja, da darf man ja dann überhaupt nichts mehr kaufen!“ Oder: „Das versteh ich alles nicht, was da drauf steht.“ Dem kann ich nur Recht geben. Ich verstehe es teilweise auch nicht, aber ich weiß wo ich nachsehen kann. Ich verwende entweder die App: codecheck.info (gratis) oder kosmetikanalyse.de (kostenpflichtig) und kann so feststellen, ob etwas Bedenkliches enthalten ist und was dieser Inhaltsstoff mit mir tut. Dann kann ich darüber entscheiden, ob ich das wirklich haben möchte. 

Oft kommt dann „Ich will das alles gar nicht wissen.“ Hier sprechen die „Augen-Verschließer“ und „Kopf-in-den-Sand-Stecker“. Es stimmt, gewisse Dinge kann man nicht ändern. Schwer aussuchen kann ich mir, welche Luft ich atme, aber ich kann z.B. darüber entscheiden, was ich an meine oder an die Haut meiner Kinder lasse. Ich kann darüber entscheiden, für welche Nahrungsmittel ich Geld ausgebe und welche ich meinem Körper zuführen möchte. Mein Körper, mein einziges Zuhause, der mich idealerweise bis zu 100 Jahre durchs Leben tragen soll. Wenn man sich überlegt, wie manche Menschen ihr Auto behandeln, mit welchem Sprit sie es betanken, welches hochwertige Öl sie einfüllen. Warum schauen wir nicht ebenso gut auf das Wertvollste, das wir haben? Gibt es hier nicht einen Logikfehler, dass wir so wenig auf uns selbst achten?

Was ich dadurch auch entscheiden und beeinflussen kann: Welche Unternehmen ich mit meiner Kaufkraft unterstütze und fördere. Durch die neuen Medien hat jeder von uns eine Stimme bekommen und jeder von uns kann kommunizieren, was sie oder er gut findet. Das nennt man Empfehlung. Jeder von uns tut das ständig und täglich. Was ist vertrauenswürdiger als eine Empfehlung von Mensch zu Mensch? Du kannst nicht mehr behaupten, dass ein Einzelner von uns nichts bewirken kann. Du weißt, dass dem nicht mehr so ist.

„Was soll ein Einzelner nur ausrichten, sagt die halbe Menschenheit.“ 

Meine Beweggründe sind meine Kinder

Meinen Kindern möchte ich später nicht sagen müssen: „Ich wusste es nicht und hab mich einfach nicht damit beschäftigt“. Ich möchte ihnen auch nicht sagen, dass ich nichts über die Umweltthematik wusste und ich einfach weggesehen habe. Meine Meinung ist, dass jeder von uns etwas bewirken und verändern kann und es meine Verantwortung als Mutter ist, etwas für unsere Umwelt zu tun. Ich möchte, dass meine Kinder und meine Enkelkinder in einer schönen Umwelt aufwachsen, in der es sich noch zu leben lohnt.

Das sind meine Beweggründe für viele Dinge die ich unterstützte. Für Themen die ich anspreche, auf die ich aufmerksam mache und versuche sie zu verändern. Dafür werde ich oft belächelt oder auch schon mal ausgegrenzt. Da ich aber eine Frau bin, die ihre Ziele verfolgt und immer wieder aufsteht, auch wenn ich schon oft hingefallen bin, mache ich weiter, weil ich weiß, dass es Sinn macht. Es macht eben Sinn, dass jeder Einzelne durch sein Handeln kleine Samen sät und diese zu ganz vielen schönen Blumen heranwachsen, die wiederum neue Samen tragen.

Was ich noch mache: Ich lächle gerne zurück und hoffe darauf, dass mehr und mehr Menschen beginnen Verantwortung für sich und die eigenen Kinder zu übernehmen. Ich hoffe, dass mehr und mehr Menschen einen Sinn darin sehen, sich selbst, ihre Kinder und unsere Umwelt zu schützen. Also lasst uns Samen sähen.

Wenn du dich auch aktiv für bewussten Konsum einsetzen möchtest, dann melde dich! Ich freue mich auf einen Austausch mit dir. Die Welt braucht Menschen wie dich!

thurn on now!